Autopflege-Tipps vom Profi
Was wir täglich in der Halle sehen, kompakt für Sie: die richtige Pflege für jede Jahreszeit, die Grundlagen der Autowäsche und die häufigsten Fehler, die den Lack ruinieren.
Pflege nach Jahreszeit
Jede Jahreszeit fordert Ihr Auto anders.
Wir zeigen automatisch die aktuelle Jahreszeit. Die anderen können Sie jederzeit antippen.
Frühling: Den Winter abwaschen
Spülen Sie Unterboden, Radkästen, Schweller und Türfalze mit reichlich Wasser. Dort sammelt sich Salz und arbeitet unbemerkt weiter.
Flugrost und Teer bleiben nach der Wäsche oft als raue Oberfläche zurück. Reinigungsknete oder ein Flugrostentferner machen den Lack wieder glatt, bevor er versiegelt wird.
Pollen mit Wasser abspülen, nicht trocken abwischen, sonst entstehen Kratzer. Baumharz härtet aus und lässt sich später nur schwer lösen.
Weiße Ränder auf Teppichen und Fußmatten mit lauwarmem Wasser und Textilreiniger behandeln und gut trocknen lassen.
Eis und Splitt beschädigen die Gummilippe. Ziehen die Wischer Schlieren, ist ein Tausch fällig.
Sommer: Sonne, Insekten und Urlaubsfahrten
Auf heißem Lack trocknen Wasser und Shampoo sofort an und hinterlassen Kalkflecken. Besser früh morgens, abends oder im Schatten waschen.
Beides enthält aggressive Stoffe, die sich in der Hitze in den Lack brennen. Einweichen und sanft abnehmen, niemals trocken rubbeln.
Ein Sonnenschutz an der Frontscheibe und UV-Pflege für Leder und Armaturen verhindern Ausbleichen und Risse.
Kleine Steinschläge früh ausbessern lassen, bevor Feuchtigkeit eindringt und Rost entsteht.
Eine Sprühversiegelung schützt für einige Wochen. Dauerhaft und deutlich stärker schützt eine Keramikversiegelung.
Herbst: Jetzt winterfit machen
Nasses Laub enthält Gerbsäure und kann Flecken im Lack hinterlassen. Besonders den Wasserkasten unter den Scheibenwischern freihalten, sonst verstopfen die Abläufe.
Versiegelter Lack lässt Salz und Schmutz abperlen. Die Wäsche im Winter geht schneller und schont den Lack.
Ein Pflegestift für Gummi hält Dichtungen geschmeidig und verhindert, dass Türen bei Frost festfrieren.
Innen gründlich reinigen gegen Blendung bei tief stehender Sonne. Eine Glasversiegelung außen lässt Regen besser abperlen.
Vor der Salzsaison ist der beste Zeitpunkt für eine Unterbodenversiegelung, solange der Unterboden noch trocken und sauber ist.
Winter: Salz ist der größte Feind
Salz regelmäßig abspülen, auch Radkästen und Schweller. Wer nur bei Frost wäscht, riskiert festgefrorene Türen und Schlösser.
Einen weichen Schneebesen verwenden und den Eiskratzer nur auf Glas einsetzen. Harte Bürsten hinterlassen Kratzer im Lack.
Der Temperaturschock kann Spannungsrisse im Glas verursachen. Besser Enteiserspray oder die Standheizung nutzen.
Gummimatten regelmäßig ausleeren und die Klimaanlage zum Entfeuchten einschalten. So beschlagen die Scheiben deutlich weniger.
Salz und Bremsstaub greifen Felgen besonders stark an. Regelmäßig mit säurefreiem Felgenreiniger säubern, am besten mit einer Felgenversiegelung.
Grundlagen
So pflegen Sie Ihr Auto richtig.
Richtig waschen
Ein Eimer mit Shampoo, einer mit klarem Wasser zum Ausspülen des Waschhandschuhs. So reiben Sie den Schmutz nicht wieder über den Lack.
Ein mildes Autoshampoo und ein weicher Waschhandschuh aus Mikrofaser schonen Lack und Versiegelung.
Dach zuerst, Schweller zuletzt. Felgen mit eigenem Werkzeug waschen, damit kein Bremsstaub an den Lack kommt.
Ein großes Mikrofaser-Trockentuch auflegen und abziehen statt reiben. So entstehen keine Wasserflecken und keine Kratzer.
Lack, Folie und Keramik
Nur pH-neutrale Shampoos verwenden, keine Polituren oder Schleifmittel. Ein passendes Pflegespray frischt den Abperleffekt auf.
Hochdruckstrahl mit genügend Abstand führen und nie direkt auf die Folienkanten halten. Feine Kratzer verschwinden bei Wärme von selbst.
In den ersten Tagen nicht waschen, damit Folie oder Keramik vollständig aushärten. Bei der Übergabe sagen wir Ihnen genau, wie lange.
Innenraum
Staub und Sand zuerst gründlich absaugen, sonst wirken sie beim Wischen wie Schleifpapier.
Leder reinigen und danach mit einer Pflege versorgen, damit es geschmeidig bleibt und nicht reißt.
Nur ein sauberes Mikrofasertuch und einen geeigneten Reiniger verwenden. Haushaltsglasreiniger können Beschichtungen angreifen.
Den Dachhimmel nur trocken oder leicht feucht abwischen, niemals nass reinigen.
Vermeiden
5 Fehler, die den Lack ruinieren.
Die meisten Kratzer, die wir wegpolieren, entstehen bei der Pflege, nicht beim Fahren.
Feiner Staub wirkt wie Schleifpapier und hinterlässt Kratzer.
Es entfettet stark und greift Wachs und Versiegelungen an.
Wasser trocknet sofort an und hinterlässt Kalkflecken.
Die Bürsten erzeugen feine Kreiskratzer, die in der Sonne sichtbar werden.
Zahnpasta und Co. machen den Schaden meist größer statt kleiner.
Häufige Fragen zur Autopflege
Wie oft sollte ich mein Auto waschen?
Als Richtwert alle zwei bis drei Wochen. Im Winter bei Streusalz und im Sommer bei vielen Insekten lieber häufiger.
Ist die Waschanlage schlecht für den Lack?
Bürstenwaschanlagen erzeugen mit der Zeit feine Kratzer, die bei Sonne als Schleier sichtbar werden. Handwäsche ist am schonendsten. Ein versiegelter Lack ist deutlich unempfindlicher.
Wie pflege ich eine Keramikversiegelung?
Mit pH-neutralem Shampoo und weichem Mikrofaser waschen, keine Polituren oder Schleifmittel verwenden. Ein passendes Pflegespray frischt den Abperleffekt bei Bedarf auf.
Wie pflege ich eine Lackschutzfolie?
Wie normalen Lack, nur mit etwas mehr Vorsicht beim Hochdruckreiniger: genügend Abstand halten und nie direkt auf die Kanten zielen. Feine Kratzer verschwinden bei Wärme von selbst.
Wann lohnt sich eine professionelle Aufbereitung?
Wenn Kratzer, Grauschleier oder stumpfer Lack sichtbar sind, vor dem Verkauf oder der Leasingrückgabe und als Grundlage vor jeder Versiegelung oder Folierung.
Mehr aus dem Ratgeber
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